Ein Profi-Kletterer an einer Steilwand

Risiken bei Zulieferern minimieren Risikomanagement im Lieferantenmanagement: So gehen Sie vor

Beim Lieferantenmanagement eines Unternehmens bestehen immer Risiken, die zu weitreichenden Lieferengpässen oder Zahlungsrisiken führen können. Wie Risikomanagement hilft, Risiken bei Ihren Zulieferern überschaubar zu halten.

Zunächst: Was ist das Lieferantenmanagement überhaupt? Die Definition des Lieferantenmanagements umfasst die Gestaltung, Lenkung und Entwicklung einer langfristigen Abnehmer-Lieferanten-Beziehung in der Beschaffung von Unternehmen.

Dabei sind die wichtigsten Ziele und Aufgaben dieses Unternehmensbereichs:

  • Reduzierung der Beschaffungskosten
  • Einrichtung einer möglichst effizienten Beschaffung
  • Sicherstellung der Versorgung mit Gütern
  • Optimierung der Liefertermintreue
  • Verbesserung des Liefermanagements

Das Management der Lieferanten lässt sich in den operativen und den strategischen Bereich untergliedern. Das operative Feld befasst sich mit der kontinuierlichen Bewertung und Förderung der Lieferanten. Fortwährend werden deren Leistungen, wie Qualität, Liefertermintreue und etliche weitere Faktoren ausgewertet und daraus gezielt Maßnahmen zu deren Förderung erarbeitet. Der strategische Bereich dagegen definiert Maßnahmen, um passende Lieferanten auswählen zu können. Dabei stehen die Beschaffungsziele stets im Mittelpunkt dieser Tätigkeiten.

Das Risikomanagement – ein wichtiger Teil des Lieferantenmanagements

Das Risikomanagement bei Zulieferern ist unverzichtbar, da bei Lieferverzögerungen hohe Folgekosten durch Produktionsausfälle oder Lieferschwierigkeiten drohen. Gerät beispielsweise ein Zulieferer von Bauteilen in eine Insolvenz und kann Sie aus diesem Grund nicht mehr mit wichtigen Teilen beliefern, steht auch Ihr eigenes Unternehmen schnell vor großen Problemen. Dieses einfache Beispiel zeigt, dass Sie Ihre Lieferanten stetig im Blick halten sollten und Risiken zuverlässig bewerten müssen. Da die Bandbreite an Risikofaktoren groß ist, helfen Ihnen Software-Lösungen wie SAP Ariba effizient dabei, alle etwaigen Faktoren zu erfassen und deren Bedeutung richtig einzuschätzen.

Indem Sie ein Risikomanagement aufbauen, leisten Sie einen wichtigen Beitrag, um Ihr Unternehmen solide aufzustellen.

Zum Thema
Ein Einkaufwagen steht in einem blau-gefärbten Raum
Studie zeigt auf... Beschaffung: Welche Trends die Digitalisierung beeinflussen
jetzt artikel lesen

Wie lassen sich Risiken klassifizieren?

Für ein fachgerechtes Risikomanagement ist es entscheidend, dass sich Risiken zielgerichtet klassifizieren lassen. Denn nur dann ist es möglich, hohe Risiken frühzeitig zu erkennen. Verschiedene Faktoren sind dazu sehr gut geeignet:

  • Behördliche und gesetzliche Vorschriften
  • Umwelt und Soziales
  • Finanzen
  • Operative Faktoren

Bei den gesetzlichen und behördlichen Vorschriften wird beachtet, ob sich der Lieferant an geltende Gesetze hält und ob schon einmal ein wettbewerbswidriges Verhalten beobachtet wurde. Auch die IT-Sicherheit und Fälle von Bestechung und Korruption spielen hier eine Rolle.

Die Einhaltung der Menschenrechte, unethisches Verhalten und die Berücksichtigung von Umweltvorgaben fließen in die Bewertung der Kategorie "Umwelt und Soziales" ein. Bei den Finanzen werden die wichtigsten Kennzahlen betrachtet. Eine drohende Insolvenz, Herabstufung der Bonität oder drohende Übernahmen werden umfassend bewertet. Zu den operativen Faktoren zählen Probleme mit Produkten, Produktionsausfälle oder Naturkatastrophen, die einen Stillstand der Produktion zu Folge haben könnten.

Aus all diesen Faktoren lassen sich Risikoberichte zu den Unternehmen erstellen und so das Risiko eines Lieferausfalls ableiten. Eine händische Verarbeitung der Daten ist in diesem Zusammenhang quasi unmöglich. Moderne Lieferantenmanagement Software vereinfacht die Übersicht und die Schlussfolgerungen.

Empfehlung
de-sec-27-020822-image
Checkliste So läuft's auch mit dem Einkauf

Lesen Sie in unserer Checkliste, wie Sie Lieferantenrisiken schnell erkennen und Ihre individuelle Lieferkette absichern – in nur 5 Schritten zum ganzheitlichen Lieferantenmanagement.

Checkliste downloaden

LIEFERANTENMANAGEMENT-SOFTWARE

Tools für ein nachhaltiges Lieferantenmanagement

Für ein nachhaltiges Lieferantenmanagement empfiehlt es sich, eine geeignete Software zu verwenden. Denn nur durch diese Tools ist eine zielgerichtete Verarbeitung der großen Datengrundlage möglich. Ein gutes Beispiel ist das System SAP Ariba. Die Source-to-Pay-Plattform leitet aus den vorliegenden Daten zur Klassifizierung des Risikos ein übersichtliches Dashboard ab, dass Ihnen auf einen Blick eine Risikozusammenfassung aufzeigt.

In Form eines Tortendiagramms erkennen Sie sofort, wie viele Ihrer Lieferanten einem erhöhten Risiko zugeordnet werden. Sie erhalten eine Aufschlüsselung, in welchem Bereich das Risiko als hoch eingestuft wird (behördlich/gesetzlich, Umwelt und Soziales, Finanzen, operativer Betrieb) und erhalten zudem einen schnelle Übersicht über aktuelle Meldungen.

Weiterhin wird die geografische Lage der Lieferanten bewertet. Auf einer Länderkarte erhalten Sie einen schnellen Überblick, wo sich Ihre Lieferanten befinden und wie das geografische Risiko bewertet wird. Das Dashboard ist ein wichtiger Einstieg in die tägliche Arbeit des Risikomanagements.

Aufbau und Weiterentwicklung

Ein wichtiger Aspekt beim Risikomanagement ist auch der Aufbau und die Weiterentwicklung der Zulieferer. Für die Weiterentwicklung kann ein aktiver oder passiver Ansatz verwendet werden.

Bei der passiven Methode definiert das belieferte Unternehmen die Ziele und stellt diese dem Lieferanten zu Verfügung. Die Optimierung der Performance obliegt in diesem Falle aber allein dem Lieferanten. Dieser setzt notwendige Maßnahmen eigenständig um, sodass der Kunde nur eine untergeordnete Rolle bei der Weiterentwicklung einnimmt. Dies spart dem Kunden zwar erheblichen Aufwand, eine Risikoeinschätzung und ein Eingriff in die Weiterentwicklung ist beim passiven Ansatz aber nur schwer möglich.

Bei der aktiven Weiterentwicklung werden zwischen dem Kunden und Lieferanten in gemeinsamer Abstimmung Maßnahmen definiert. Diese haben das Ziel, die Performance des Lieferanten zu verbessern und dessen Risiko zu senken. Speziell bei strategisch sehr wichtigen Bauteilen ist diese Art der Zusammenarbeit sehr zu empfehlen, da beide Seiten ein besseres Verständnis des Risikos und eine bessere Eingriffsmöglichkeit haben.

SAP Ariba bietet die Möglichkeit Fragebögen an den Lieferanten zu verschiedenen Themen zu senden. Auf Basis der Antworten kann das Risiko bewertet und mögliche negative Aspekte direkt an das höhere Management berichtet werden. Die Antworten dieser Assessments durchlaufen etliche Genehmigungsstufen. Ziel all dieser Befragungen ist das kontinuierliche Verbessern der Kunden-Lieferanten-Beziehung, sowie die realistische Einschätzung des Risikos. Daher sollten diese Befragungen in regelmäßigen Abständen stattfinden, sodass die Datengrundlage zur Bewertung des Risikos immer auf einem aktuellen Stand gehalten wird.

FAZIT: Risikomanagement im Lieferantenmanagement

Behalten Sie das Risiko bei Ihren Lieferanten im Blick! Für ein nachhaltiges Lieferantenmanagement ist kontinuierliches Risikomanagement ein entscheidender Faktor. Moderne Software, wie SAP Ariba hilft Ihnen dabei, das Risiko stets überschaubar zu halten. Nutzen Sie das Potential, das Ihnen derartige Systeme bieten und reduzieren Sie das Risiko von Lieferengpässen.

Tipp
log-ep-release-blog-lexikon-header-1-1920x540
Websession Replay Behalten Sie Ihre Risiken im Blick! Der 360° Blick auf den Lieferanten.
In diesem Websession Replay erfahren Sie, wie SAP Ariba Sie bei der täglichen Arbeit mit Ihren Dienstleistern und Partnern und hilft Risiken zu erkennen. 
Jetzt Websession ansehen