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Herausforderungen bei der groben Kapazitätsplanung

03.08.2020

Mit der Grobplanung die Produktion am Laufen halten

Moderne SCM-Lösung hilft, Engpässe in der Fertigung zu vermeiden

Unternehmen, die am Markt erfolgreich sein wollen, müssen in vielen Bereichen auf eine rationale Planung setzen. Das Bauchgefühl oder die Erfahrung langjähriger Mitarbeiter genügt schon lange nicht mehr, um Chancen und Potentiale so einzuschätzen, dass daraus am Ende wirtschaftlicher Erfolg wird. Entsprechend legen viele Unternehmen größten Wert auf eine ordentliche Jahresplanung und rollierende Planung, um einerseits die Finanzen und andererseits die Mengen in der Produktion genau im Blick zu behalten.

Allerdings kann eine langfristig angelegte Absatzplanung keine weiteren Aufschlüsse über die Machbarkeit in der Produktion geben. An dieser Stelle kommt die Grobplanung ins Spiel.

Der Kern von Grobplanung: Engpässe beseitigen

Im Rahmen der Grobplanung müssen Probleme frühzeitig erkannt werden, um mögliche Bottlenecks in der Produktion rechtzeitig zu identifizieren und ggf. die Kapazitäten zu erhöhen oder anders zu nutzen. Das können etwa typische Produktionsabläufe sein, die bekannt dafür sind, immer wieder an ihre Grenzen zu kommen, oder auch Engpassressourcen, die nur bei Bedarf hinzugekauft werden oder generell auf dem Markt knapp sind.

Idealerweise nimmt Grobplanung dabei ganze Netzwerke in den Blick und bezieht entsprechend Lieferketten mit ein. Die Grobplanung ist auch ein elementarer Bestandteil des Sales-and-Operations-Prozess, in dem es darum geht, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen, den Bedarf mit den Kapazitäten abzugleichen und einen realistischen Plan daraus abzuleiten Auch die Kapazitätsbedarfe hinsichtlich Promotionsplanung oder die Planung von Produktneueinführungen können in der Grobplanung berücksichtig werden.

 

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Herausforderungen für die Grobplanung

Allerdings ist die Grobplanung mit allgemeinen Entwicklungen konfrontiert, die einige große Herausforderungen mit sich bringen.

Bekanntermaßen ist der Wettbewerb auf allen Märkten härter geworden. Eine Folge davon ist eine deutlich niedrigere Fehlertoleranz. Auch die Reaktionszeiten für Planer sind deutlich kürzer geworden, weil Märkte insgesamt schneller und auch volatiler geworden sind.

Hinzu kommen einige geopolitische Randbedingungen, die enorme Auswirkungen gerade auf Lieferketten zeitigen. Beispiele hierfür sind der Brexit, die Corona-Pandemie sowie die globale Diskussion um Handelsschranken und die Rückkehr von Zöllen. Stellt man dies der zunehmenden Individualisierung von Produkten, der Just-in-Time-Produktion und dem jeweiligen Bedarf an spezifischen Lieferteilen gegenüber, wird klar, wie problematisch die Folgen davon für Lieferketten und die Herstellung sein können.

Eine der größten Herausforderungen entsteht jedoch durch den Einsatz moderner ERP-Systeme. Diese produzieren Unmengen an Daten, die gerade in der Planung meist ungenutzt bleiben, weil keine entsprechende SCM-Lösung vorliegt, mit der diese Daten sinnvoll analysiert und verwertet werden können. Gelegentlich kommen solche Lösungen zum Einsatz, sind jedoch allenfalls über Schnittstellen mit dem ERP verbunden, wodurch das Datenmanagement nur zum Teil verbessert wird. Im schlimmsten Fall entstehen System- und Prozessbrüche.


Wie eine moderne SCM-Lösung in der Grobplanung hilft

Um die Leistungsfähigkeit der Grobplanung angesichts wachsender Datenberge und eines schwierigeren Umfelds zu erhalten, sollte eine moderne SCM-Lösung eingesetzt werden. Ohne SCM-Lösung befindet sich die Grobplanung auf Sicht immer im Feuerlösch-Modus.

Bei SAP-basierten ERP-Systemen wird dafür meist SAP IBP eingesetzt. Dabei handelt es sich um eine umfangreiche Planungslösung, die entsprechende Kosten mit sich bringt. Für mittelständische Unternehmen ist sie jedoch nur bedingt geeignet, und aus diesem Grund hat die All for One die IBP-Best-Practice-Pakete entwickelt. Sie sind damit verschlankte Varianten von SAP IBP, die direkt für die Anforderungen des Mittelstands entwickelt wurden.

Das IBP-Best-Practice-Paket ‚Grobplanung‘ bietet eine einfache und intuitive Übersicht, ob die verfügbaren Kapazitäten zum Absatzplan passen. Planer werden dadurch in die Lage versetzt, mittel- bis langfristige Engpässe zu identifizieren und entsprechend zu reagieren. Ein digitaler Beschaffungsplan auf Komponentenebene hilft beim Einkauf; Losgrößen, Sicherheitsabstände, Produktions- und Lieferzeiten werden dabei berücksichtigt. Nicht zuletzt ist das Paket direkt mit dem ERP auf SAP-Basis verbunden und generiert dadurch keine neuen System- und Prozessbrüche.

 

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