SAP SD

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Definition: SAP SD

(Sales and Distribution)

13.07.2021

Verkaufsprozesse starten lange bevor Produkte angeboten oder gar verkauft werden – sie beginnen mit dem ersten Kundenkontakt. Weitere Kontaktaufnahmen und Angebotsanfragen gehören ebenfalls dazu. Nach erfolgter Angebotsbestätigung und Auftragserteilung des Kunden muss die Ware termingerecht ausgeliefert und eine Rechnung erstellt werden. All diese Aufgaben übernimmt das Vertriebsmodul SAP SD.

Was ist SAP SD?

Das Vertriebsmodul SAP SD (Sales and Distribution) ist Bestandteil des ERP-Systems des Softwarekonzerns SAP, der auch in SAP S/4HANA integriert ist. Unternehmen können mit der Software den Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen sowie alle Vertriebsaktivitäten abbilden. Es umfasst zahlreiche Vertriebsprozesse vom ersten Kundenkontakt über die Auftragsabwicklung bis hin zur Rechnungsstellung. Das SAP SD-Modul gliedert sich in verschiedene Schritte im Verkaufsprozess.

Zu jedem SD-Untermodul gehören bestimmte Funktionen:

  • Stammdaten | Masterdata (SD-MD): In SAP abgebildete Vertriebs- und Organisationsstrukturen sowie Stammdaten, die für die Abwicklung von vertrieblichen Geschäftsvorfällen nötig sind.
  • Grundfunktion | Basic Functions (SD-BF): Umfasst Grundfunktionen des Moduls wie Preisfindung, Verfügbarkeitsprüfung, Kreditmanagement, Material- und Nachrichtenfindung, Steuer- und Kontenfindung.
  • Verkauf | Sales (SD-SLS): Verkaufsprozessdetails wie Produkte, Käuferdaten, Preise und Kundenfeedback.
  • Versand | Shipping (SD-SHP): Enthält detaillierte Informationen zum Versand- und Lieferprozess bis hin zu Retouren.
  • Transport | Transportation (SD-TBA): Eng verbunden mit SD-SHP, verzeichnet alle transportbezogenen Daten.
  • Außenhandel Foreign Trade | (SD-FTT): Import- und Exportverwaltung.
  • Abrechnung | Billing (SD-BIL): Stellt Funktionen und Details wie Rechnungserstellung, Gut- und Lastschriftverarbeitung oder Überblick über Transaktionsbeträge zur Verfügung.
  • Vertriebsunterstützung | Sales Support (SD-CAS): Datenmanagement aller Interaktionen zwischen dem Vertriebsteam und Kunden.
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Zu Beginn des Verkaufsprozesses ist die Pflege der für die Angebotserstellung notwendigen vertriebsbezogenen Stammdaten erforderlich. Nach Angebotsannahme und Verkauf wird die Ware an den Kunden versandt.  Nach Rechnungsstellung erfolgt die Kommunikation mit der Finanzbuchhaltung und dem Controlling.  Aus diesem Grund ist SAP SD eng mit anderen Modulen des SAP ERP-Systems verbunden und ermöglicht so die Abbildung des gesamten Verkaufsprozesses in SAP:

  • SAP FI / CO – Finanzbuchhaltung
  • SAP MM – Materialwirtschaft
  • SAP QM – Qualitätsmanagement
  • SAP PP – Produktionsplanung
  • SAP CS – Customer Service
  • S/4HANA Service
  • S/4HANA Sales

So ermöglicht SAP SD eine lückenlose Überwachung und Erfassung sämtlicher Vertriebsprozesse sowie eine datenbasierte Prozessoptimierung. Die enge Integration mit anderen Modulen des SAP-ERP-Systems liefert einen nachvollziehbaren Überblick über den gesamten Vertriebsprozess. . Das SAP SD Modul ist ein zentrales und hoch integriertes Modul, weshalb es zu den wichtigsten ERP-Modulen gehört, die von SAP entwickelt wurden. Es hilft bei der besseren Verwaltung von Vertriebsdaten  und -prozessen in Unternehmen. Kurzum: Durch den Einsatz von SAP SD werden alle vertriebsrelevanten Aktivitäten in einem Modul zusammengefasst.

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