SAP MII

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Definition: SAP MII

(Manufacturing Integration and Intelligence)

16.07.2021

SAP MII (SAP Manufacturing Integration and Intelligence) ist ein Teil der SAP Manufacturing Execution Suite, welche die Prozesse in Fertigungsunternehmen optimiert und beschleunigt. Dabei unterstützt SAP MII als eine von insgesamt drei Komponenten (neben SAP Manufacturing Execution (ME) und SAP Plant Connectivity (PCo)) die Integration von Stamm- und Transaktionsdaten zwischen MES und SAP ERP, wie bspw. SAP ECC. Das Tool eignet sich darüber hinaus auch für eine Integration in Non-SAP ERP Systeme. Zu den Stammdaten zählen Informationen wie beispielsweise Material, Arbeitsplätze, Arbeitspläne und Stücklisten. Als Transaktionsdaten werden unter anderem Produktionsaufträge, Produktionsrückmeldungen und ähnliche veränderbare Meldungen innerhalb des Produktionsgeschehens integriert.

Was ist SAP MII?

SAP Manufacturing Integration and Intelligence ist als ein Baukastensystem mit mehreren Komponenten gestaltet, die sich individuell kombinieren und konfigurieren lassen. Dadurch ist es möglich, die Anwendung ideal an die vorhandene Infrastruktur und die zu erfüllenden Aufgaben anzupassen. SAP MII ist in der Lage, die für die Fertigung relevanten Daten zu vernetzen und so eine Transparenz über alle Ebenen zu erzeugen.

Zu den Komponenten von SAP MII gehören:

  • OEE Management (Overall-Equipment-Effectiveness)
  • Werksinformationskatalog
  • Quality Engine
  • Framework für Kennzahlen und Benachrichtigungen
  • Fertigungsdatenobjekte
  • Business Logic Services
  • Nachrichtenservices
  • Visualisierungen & Dashboards
  •  Datenservices

Die Datenservices gestatten es, unterschiedlichste Quellsysteme an SAP MII anzubinden. Dies geschieht mittels SAP Plant Connectivity (SAP PCo), welches standardmäßig zahlreiche Protokolle unterstützt und über das Software Development Kit individuell erweiterbar ist. Als Quellsystemen können Datenbanken wie z.B. SAP HANA, PC-Dateisysteme sowie Systeme mit Unterstützung einer Open Protocol Communication (OPC) dienen.

Ratgeber SAP S/4HANA as a Service

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Betriebswirtschaftliche Geschäftsabläufe lassen sich mittels SAP MII ohne Programmierung modellieren. Dazu nutzen die Anwender vordefinierte Aktionsblöcke, die sich bei Bedarf anpassen und erweitern lassen. Auch die neue Definition von Aktionsblöcken ist möglich.

SAP Manufacturing Integration and Intelligence stellt durch die Visualisierung von Daten heterogener Level-1-Systeme und Shop-Floor-Systeme einen umfassenden und intuitiv verständlichen Überblick über die entsprechenden Stammdaten und Transaktionen zur Verfügung. Diese Daten fließen über Business Logic Services oder über Queries in das System ein.

Innerhalb der Visualisierung sind weitere Aktionen möglich:

  • Aktualisierung der Daten in einstellbaren Zyklen
  • Kommentarfunktion für Charts
  • Kontroll-, Spezifikations- und Ziellinien
  • Ampelfunktionen

Die Anwender erstellen mittels Self-Service Composition Environment (SSCE) ad-Hoc Dashboards, um beispielsweise Zustände, Produktion und Kennzahlen zu überwachen. Die Visualisierungen lassen sich mit 3D-Objekten verknüpfen, in welchen die Daten ortsbezogen angezeigt werden. Für die Mitarbeiter auf dem Shop-Floor sowie für Produktions- oder Supply-Chain-Manager bietet diese Darstellung ein wertvolles Hilfsmittel, um die Informationen schnell und sicher den realen Gegebenheiten zuzuordnen.

Auf der Produktionsebene dienen Kennzahlen der Kontrolle von Performance und Qualität. Sie haben außerdem eine hohe Bedeutung für Aufgaben bei der Instandhaltung für eine Transparenz aller Prozesse. Mittels SAP MII lassen sich Objekte definieren, die mehrere Kennzahlen enthalten und verschiedene Sichtweisen auf die zu optimierenden Umgebungen darstellen. Sie können zum Beispiel in Beobachtungslisten einfließen, welche eine Kontrolle der Produktion in Echtzeit unterstützen.

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