SAP Fiori

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Definition: SAP Fiori

16.09.2021

Lange hatte SAP stellenweise den Ruf, zwar funktionale Softwarelösungen anzubieten, aber gerade in der Anwender-Freundlichkeit noch Nachholbedarf zu haben. Gerade in Bezug auf die optische Attraktivität und Übersichtlichkeit der Software-Oberfläche der ERP-Systeme galt SAP als eher in die Jahre gekommen und zulasten der Usability mit Funktionen überfrachtet.

An diesem Punkt setzt das neue Designkonzept Fiori von SAP an. Mit Fiori ergibt sich für die Anwender eine ganz neue User Experience. So lässt sich durch das neue Erscheinungsbild sowohl die Arbeitsweise als auch die Produktivität der einzelnen Mitarbeiter nachhaltig vereinfachen und verbessern. Um dies umzusetzen, setzt SAP mit Fiori an mehreren zentralen Punkten in der Software an.

Was ist Fiori von SAP?

Mit der Einführung von Fiori hat SAP den Fokus erstmals auf die tatsächlichen Nutzer verlagert. So liegt dieser nicht mehr darauf, schier möglichst viele Features und Funktionen abzubilden, sondern auf einer positiven und intuitiven Arbeitserfahrung der Mitarbeiter, was wiederum die Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit nachhaltig steigern kann. Um dies zu erreichen, folgt Fiori im Wesentlichen fünf Kernprinzipien:

  • Ansprechendes Design:
    Ein immer wichtiger werdender Faktor in der Arbeit mit Software-Lösungen ist das Grunddesign von Anwendungen. Im Laufe der letzten Jahre haben sich die Anforderungen für Programme erheblich gewandelt und gesteigert. Während früher die reine Funktionalität im Vordergrund stand, haben die Mitarbeiter und Anwender in der heutigen Zeit ebenfalls den Anspruch, mit einer Software zu arbeiten, die auch optisch up-to-date und auf dem aktuellen Stand der Entwicklung ist. So verfügen die Fiori-Apps über eine selbsterklärende Optik, ähnlich wie moderne Consumer Apps.

  • Eingängige Workflows innerhalb aller Vorgänge:
    Ein ebenso wichtiger Punkt ist das Thema, dass die Workflows innerhalb der SAP-Anwendungen nun dank Fiori deutlich übersichtlicher und intuitiver sind. Dabei verfolgt SAP den Ansatz, dass jede Anwendung einen einzelnen Business Use Case mithilfe von maximal drei Navigationsschritten abbilden kann, der Anwender also für jeden Business Case, den er softwareseitig abbilden möchte, nicht mehr als drei Schritte durchlaufen muss. Damit wurden konsequent alle Funktionen, die nicht unbedingt zwingend notwendig sind, entfernt: Zugunsten einer deutlich verbesserten Übersichtlichkeit und einer Beschleunigung des Workflows.

  • Geräteübergreifende Anpassungsfähigkeit:
    Die Fiori-Apps, also die einzelnen Anwendungen, sind allesamt browserbasiert. Das bringt den zentralen Vorteil mit sich, dass die Programme universell auf sämtlichen verschiedenen Geräten und unter verschiedenen Betriebssystemen genutzt werden können. Ein besonderes Augenmerk lag bei der Entwicklung von Fiori an diesem Punkt auch auf den mobilen Endgeräten, also Mobiltelefonen und Tablets. Die Fiori-Apps sind entsprechend so gestaltet, dass sich die Anwenderoberfläche entsprechend an die jeweiligen Endgeräte flexibel anpassen kann und so auch ein mobiles Arbeiten geräteunabhängig ermöglicht.

  • Anwendungsübergreifende Einheitlichkeit:
    Ein ähnlich wichtiger Faktor ist auch die Einheitlichkeit der verschiedenen Anwendungen. So existieren für die verschiedenen Anwendungsbereiche und Zielsetzungen einige verschiedene Apps, jedoch sind alle Fiori-Apps in Bezug auf Design und auf das grundsätzliche User Interface gleich aufgebaut und gestaltet. So gelingt es durch diese standardisierte Oberflächengestaltung auch ohne eine umfassende Einarbeitung, sich als Endnutzer in allen Fiori-Apps gleichermaßen zurechtzufinden.

  • Rollenbasiertes Interface innerhalb der Programme:
    Ein ebenso wichtiger Punkt ist die Rollenbasiertheit des neuen Interfaces von Fiori. So passt sich die Anwenderoberfläche automatisch an die Berechtigungen des jeweiligen Nutzers an und zeigt zu jedem Zeitpunkt auch nur die Optionen an, für die der Nutzer auch entsprechende Berechtigungen hat. So wird erreicht, dass die gesamten Anwendungen bedeutend übersichtlicher werden und gezielt unerhebliche Funktionen individuell ausgeblendet werden. So bekommt jeder Anwender nur diejenigen Funktionen zur Verfügung gestellt, die derjenige für seine Aufgaben benötigt und die seiner unternehmensinternen Rolle entsprechen.

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